Die Macht der ÖVP

Habt ihr in letzter Zeit mal was vom Koppler Moor gehört? Wir auch schon lange nicht mehr. Das hat auch einen Grund. Man darf nämlich nicht laut über dessen Schutz sprechen, sonst sind die Grundbesitzer verärgert. Und wenn es ausrinnt, weil jemand Rohre zum Entwässern eingegraben hat, ist das zwar schon ein bisschen schlimm, aber anzeigen darf man so was ja nicht, weil in Koppl da halt ma z’samm (während die Entwässerung munter weiter geht). Auch beim Salzburgring ist es wichtig, sich bedeckt zu halten und nur ja nichts in die Öffentlichkeit zu bringen, weil sonst ist der Betreiber verärgert und dann wird es nie eine Lösung des Lärmproblems geben. Das scheue Reh Grundbesitzer und das zarte Vogerl Betreiber sind schnell vergrault. Das haben – aus Sicht der ÖVP – bitteschön die Anrainer bzw. Natur zu akzeptieren. Leider ist es für deren berechtigte Interessen dann halt zu spät, weil verhandelt wird vorher im Verborgenen und da darf keine lästige Öffentlichkeit stören. weiterlesen

Klima schützen!

Ich habe den Eindruck, auch in Salzburg fehlt bei den Themen Klimaschutz, Verkehr, Raumordnung und ihren Zusammenhängen die nötige Ernsthaftigkeit einiger Verantwortlicher. Die Fakten liegen auf dem Tisch, es höchste Zeit, endlich Taten folgen zu lassen! Wir sollten die Herausforderungen des Klimawandels auch als politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Chance im Sinne der Nachhaltigkeit verstehen und sie aktiv im Interesse aller (auch zukünftiger Generationen) managen. Dazu braucht es eine breite gesellschaftliche Basis und gemeinsame Ziele, die auf unterschiedlichsten Ebenen definiert, abgestimmt und konsequent verfolgt werden müssen. Das kann nur in einer Bündelung aller Kräfte aus Zivilgesellschaft, Politik und Medien funktionieren. Dieser Sommer zeigt: Es ist eins vor zwölf!

Dipl.-Ing. (FH) Horst Köpfelsberger
5023 Koppl-Heuberg

(Leserbrief Salzburger Nachrichten, am 21.8.2018)

Salzburgring – neuer Schwung?

Es gibt Neuerungen beim Salzburgring: Ein Wechsel der Geschäftsführung, verstärkte Marketingaktivitäten und sich verdichtende Gerüchte über eine neue Zufahrt lassen vermuten, dass der Betrieb wieder intensiviert werden soll. Wir nehmen den Bürgermeister beim Wort, dass die neue Geschäftsführung großen Wert darauf legt, mit den AnrainerInnen ein gutes Einvernehmen herzustellen und dieses auch aktiv zu pflegen.

Denn unsere Forderungen bleiben nach wie vor:

  • Ein zeitgemäßes Lärmmanagement, wie es auf anderen Motorsportstrecken üblich ist
  • Weiterverfolgen der Lärmmessung
  • Zeitgemäße Bescheidauflagen durch die Behörde und der Vollzug dieser (Dokumentation und Kontrolle!)
  • Aktive Zusammenarbeit mit dem Anrainerbeirat auf Augenhöhe

Wir werden der neuen Geschäftsführung aber natürlich einen entsprechenden Vertrauensvorschuss geben! Dass man vergessen hat, unseren von der Gemeindevertretung bestellten Vertreter Wolfgang Hyden (GRÜNE) zur Mitgliederversammlung im April einzuladen war hoffentlich ein Versehen …

Umstrittener Ausbau Recyclinghof: Bürgermeister lenkt nun doch ein!

In der letzten Gemeindevertretungssitzung im März konnte das Projekt Erweiterung Recyclinghof wegen Stimmengleichheit der ÖVP-Pro-Stimmen gegen GRÜNE, SPÖ und FPÖ nur aufgrund des Dirimierungsrechts des Bürgermeisters durchgedrückt werden (nach der Gemeindeordnung zählt seine Stimme bei Gleichstand doppelt). Jetzt, zwei Monate später muss der Bürgermeister doch einlenken und das Projekt liegt endgültig auf Eis.

weiterlesen

Der neue KAUZ ist da – in euren Postkästen!

Wir schicken euch diesmal die neuesten Gemeindeinfos nach Hause oder – wer einen Werbeverzicht hat – es gibt ihn hier als Download.

Thematisch behandeln wir die 380-kV-Freileitung, die in zweiter Instanz neu verhandelt werden wird, was wir sehr positiv finden, da hier auch neue Gutachten vor einem Drei-Richter-Senat abgehandelt werden und unsere Chancen mit Sicherheit erhöhen, diesen Wahninn abzuwehren. Weiters gibt es ein paar Infos zum Thema Gylphosat, ein Unkrautvernichtungsmittel, das ja EU-weit eine neue unbeschränkte Zulassung erhalten soll, wogegen es eine unterstützenswerte europaweite Bürgerinitiative gibt (stopglyphosate.org)

Auf Gemeindeebene wird der Ton leider rauer, inhaltliche Kritik in einer öffentlichen Sitzung wird auf eine Art und Weise abgeschmettert, die einfach so nicht akzeptabel ist, auch wenn wir einer absoluten Mehrheit der ÖVP gegenüber sitzen. Unser Unverständnis setzt sich fort, wenn unabhängige Arbeitsgruppen politisch vereinnahmt werden (e5-Arbeitsgruppe) und (Energie)Anträge in Ausschüssen landen, die unserer Meinung nach mit Sicherheit in den Energieausschuss gehören und nicht in den Bauausschuss. Wir hoffen, dass wir alle wieder zu einer konstruktiven Zusammenarbeit und Kommunikation im Sinne der Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger finden.

Weiters findet ihr unsere Anträge, Anfragen und Termininfos. Viel Spaß beim Lesen wünscht euch diesmal euer

GV Horst Köpfelsberger für die GRÜNEN Koppl

P.S. Diesmal war der Zeitplan sehr ambitioniert und aus diesem Grund haben wir uns diesmal entschieden, den Postweg zu nutzen. In Zukunft werden wir ihn aber wieder sicher selber austragen und freuen uns auf „Gartenzaungespräche“ …

titel

Nachbericht Filmabend

Bei unserem ersten GRÜNEN Filmabend »Bauer unser« zum Thema regionale Landwirtschaft statt globale Konzerne waren Ende April knapp 40 Besucherinnen und Besucher beim Kirchenwirt in Koppl. Das freut uns sehr und zeigt, dass dieses Thema für uns alle sehr wichtig ist. Wir freuen uns besonders, dass auch einige Landwirte diesen Film mit uns gesehen haben und wir nachher auch noch mit ihnen darüber diskutieren konnten. Da der Abend sehr gut besucht war, werden wir diese Reihe als Kooperation mit der GRÜNEN Bildungswerkstatt mit Sicherheit fortsetzen und freuen uns schon auf den nächsten GRÜNEN Filmabend voraussichtlich im Herbst. Film und Termin werden wir rechtzeitig bekannt geben.

e5 und der Energieantrag von SPÖ und ÖVP

Die Überparteilichkeit von Arbeitsgruppen (abseits der politischen Gremien) wie das e5-Team (energieeffiziente Gemeinde) ist aus unserer Sicht ein wichtiges Gut, damit alle mitarbeiten können (idealerweise auch BürgerInnen), ohne Angst haben zu müssen, damit parteipolitisch vereinnahmt zu werden. Es ist ein Gebot von Fairness, dass sich alle an diese Vereinbarung halten. Schade, dass die ÖVP gemeinsam mit der SPÖ dieses wichtige Gremium mit einem Antrag zum Thema Energie in der Gemeindevertretungssitzung vom 27. März aus unserer Sicht politisch besetzt haben, statt gemeinsam IM e5-Team Themenschwerpunkte zu setzen. Wir freuen uns aber natürlich, dass auch für die anderen Fraktionen nachhaltige Energie ein wichtiges Zukunftsthema ist.

Warum bei diesem Antrag jedoch der Energie- und Umweltausschuss unter GRÜNEM Vorsitz nicht im Vorfeld eingebunden war und damit übergangen wurde, ist uns ein Rätsel. Die Begründung, es wären ja Bautätigkeiten notwendig und gehöre deswegen in den Bauausschuss greift für uns zu kurz. Natürlich müsste dieses Thema aus unserer Sicht im Energieausschuss behandelt werden. Wir haben uns deswegen bei der Abstimmung enthalten, weil zwar das Thema an sich wichtig, aber der Ausschuss der falsche ist, da das Thema natürlich in den Energieaussschuss gehört. Nicht nur, weil der so heißt, sondern weil es absolut Sinn machen würde, die Themen des Antrags in ein gemeindeweites Gesamtkonzept einfließen zu lassen.

Autoumschlagplatz ohne Genehmigung am Salzburgring

lagerplatz

Am Gelände des Salzburgrings wird mit Duldung des Ringbetreibers IGMS (Internationaler Gemeinnütziger Motorsportverein Salzburgring) seit Dezember 2016 von der Firma Lagermax ein Autoumschlagplatz für hunderte Neufahrzeuge ohne entsprechende Widmung und ohne gewerberechtliche Genehmigung betrieben. Aufgrund von Hinweisen von Anrainern haben die Grünen Koppl – nach mehreren erfolglosen Anfragen an die Gemeinde – das Umweltressort des Landes informiert. Diese beauftragte die Bezirkshauptmannschaft mit einer Prüfung des Sachverhalts. Ergebnis: Es liegt keine entsprechende gewerberechtliche Genehmigung vor und deshalb ist die Fläche bis spätestens 31. März zu räumen.

»Was für jeden kleinen Gewerbebetrieb gilt, muss auch für die großen gelten, nämlich dass Gewerbenutzungen nur auf entsprechend gewidmeten Flächen zulässig und notwendige Genehmigungen im Voraus einzuholen sind. Aus gutem Grund muss die Eignung der Fläche vorher behördlich geprüft werden, vor allem ob hier durch Umfang und Art der Gewerbeausübung schutzwürdige Interessen der Anrainer und der Umwelt beeinträchtigt werden«, sagt Gemeinderätin Bine Böcher von den Grünen Koppl.

Livecam Salzburgring

Presseaussendung, PDF